24 Antworten

auf oft gestellte Fragen zum Prinzip ILKE®

ILKE® ist die Abkürzung für den Begriff der Integralen-LernKultur-Entwicklung.

ILKE® beruht vor allem auf den Aussagen der System-Theorie und der positiven Psychologie.

ILKE® bietet ein ganzheitliches Format zur Qualifizierung, um Öffnungsprozesse in Kitas für Kinder sinn(es)voll und lernfreudig zu gestalten.

Der Begriff ILKE® ist markenrechtlich geschützt.

Weil sich „Kindheit Heute“ grundlegend wandelt,
und weil wir heute mehr darüber wissen, wie Kinder lernen.

(Das sind zwei tiefgreifende Gründe!!).

Deshalb brauchen wir Öffnungsprozesse in Kitas mit dem Ziel,
den Kindern mehr Freiraum und anregende Bildungs-Landschaften in Kitas zu bieten.

Es geht nicht um die Frage „richtig“ oder „falsch“!

Sondern es geht um die Kunst, in den jeweiligen Kitas die passenden Vernetzungen bzw. Öffnungsstrukturen zu finden, die stimmig sind.

Dabei spielt die Geschichte der Kita eine Rolle, ihre Architektur, die Kinderanzahl, das Alter der Kinder und die bisherigen Erfahrungen der Pädagog*innen bzw. ihr Rollenverständnis.

Die Entwicklung zur Öffnungsgestaltung ist ein permanenter Prozess.

Bei dem Prinzip ILKE® besinnen wir uns auf das kompetente Kind (das auch in uns selbst vorhanden ist). In Resonanz zu dieser stärkenorientierten Blickweise inszenieren wir ein Kita- Umfeld, in dem der kleine Mensch erfolgreich sein kann. Das ILKE®-Konzept lockt und fördert über ein kind- und stärkenorientiertes Kita-Milieu die vorhandenen ICH-Kompetenzen in den Menschen. Mit „Vier auf einen Streich“ verflechten wir bei Kita-Entwicklungen vier Ebenen miteinander:

  • die Persönlichkeitsstärkung,
  • die Teamentwicklung,
  • die RaumBildung und
  • die Strukturentwicklung für vernetztes Arbeiten.

Jede dieser Ebenen ist wichtig für die andere.

Mit dem Prinzip ILKE® fördern wir Wandlungsprozesse im elementaren Bildungsbereich. Ziel ist eine wertorientierte und lernfreudige Kultur in Kitas. Wir inspirieren den Öffnungs- und Wandlungsprozess in einer Kita möglichst so, dass er sehr gute Bildungschancen für alle Kinder bietet.

Diese Ziele erreichen die Pädagog*innen, in dem sie

  1. an die einzigartige und lernbegabte Persönlichkeit der Kinder und der Erwachsenen glauben - auch an ihre eigene!
  2. sowohl stärken- und ressourcenorientiert als auch zumutend und aktivierend in Gruppen und Teams (sowohl in der Haltung als auch in der Didaktik/Methodik) arbeiten.
  3. in allen Bildungsprozessen Wert auf Ästhetik und Visualisierung legen, (sie verbinden das Hören mit dem Sehen, inspirieren alle weiteren Sinne, lassen positive Emotionen im Lernprozess entstehen).
  4. auf vernetzte Weise die Fähigkeiten zur Öffnung und zur Selbstorganisation in der Kita-Institution fördern.

Die so genannte „ILKE®-Qualität“ gehen wir immer auf vier Ebenen an. (siehe auch Antwort auf Frage 4)

Nein!
Das Prinzip ILKE® wirkt immer in einer Kita, auch wenn die Kinder zeitweilig am Tag ihren
Gruppen und deren Räumen zugeordnet sind.


ILKE® beschreibt eine Qualität und einen Qualifizierungsweg, unter deren Bedingung eine
vernetzte Arbeit bzw. ein Öffnungsprozess in einer Kita besser gelingt.


D.h. ILKE® setzt die Voraussetzungen für ein gutes Klima, das seine Wirkung auch in der
Gruppenzeit entfaltet.


Bei ILKE® geht es um die Verbesserung der Selbst-Bildungs-Organisation in der gesamten Kita,
diese kann nicht in der Gruppenzeit aufgehoben sein.


Unabhängig davon, wie lang die freie Spiel- und Lernzeit für Kinder in einer Kita gestaltet ist, die
ILKE®-Qualität gilt im gesamten Haus und zu jeder Zeit.

Nein!


Auf der Qualitätsbasis von ILKE® kann jedes Team in jeder Kita-Architektur arbeiten.

Diese Frage beantworte ich wieder auf den vier genannten Ebenen:

  1. Es hilft, wenn die Pädagog*innen kompetenzorientiert denken und sie sich als Spiel- und Lernbegleiter*innen für alle Kinder der Kita verstehen.
  2. Unterstützend ist, wenn ein Team die verschiedenen Talente und Begabungen der einzelnen Fachkräfte achtet. Denn Kinder lernen grade dann viel von ihnen, wenn sie von ihren unterschiedlichen Fähigkeiten profitieren können.
  3. Wichtig sind Räume, die unterschiedlich interessante Spiel- und Lern-Werkstätten anbieten. Ordnung und Ästhetik bieten eine hilfreiche Werte-„Sprache“.
  4. Brauchen wir ein paar Regelungen im Tagesablauf, die ein vernetztes Arbeiten ermöglichen und die Selbstfähigkeiten aller Kinder unterstützen.


Es geht darum, die gesamte Kita so einzurichten, dass Kinder in ihr selbsttätig sein können. Und letztlich brauchen wir Wissen und Ideen dafür, wie sich erzieherische Werte auf nonverbale Weise – also über die Sinne – im gesamten Kita-Milieu vermitteln.

Indem Sie gemeinsam im Team Antworten finden auf folgende Fragen:

  • Wo und wie haben wir selbst als Kind gerne gespielt? Und was heißt das für unsere Kita?
  • Wie und wodurch hat sich heute Kindheit gewandelt? Und was heißt das für unsere Kita?
  • Was wissen wir heute darüber, wie Kinder lernen? Und was heißt das für unsere Kita?
  • Wie stellen wir uns ein entspanntes Arbeiten in unserer Kita vor?


Wichtig ist, dass Sie im Team mit möglichen Ängsten vor Öffnungsprozessen gelassen und freundlich umgehen.


Und vielleicht besuchen Sie eine Kita, die sich mit Hilfe des Prinzips ILKE® auf einen positiven Weg machte.... !?

Allen im Team, dem Träger und auch dem Elternbeirat sollten die Vorteile der (Teil-) Öffnung klar sein.
Dazu braucht es einen Aufklärungsprozess.

Dann ist strukturell zu klären, wie viel Zeit am Tag die Kinder in ihrer Gruppe sein sollen und wie viel Zeit am Tag die Kinder frei wählen, wo sie spielen und lernen können.

Insgesamt gilt es, in der Kita anregungsreiche Spiel- und Lern-Werkstätten einzurichten, in denen allgemein gültige Regeln für alle Kinder gelten.

Für Kinder und für die Pädagog*innen braucht es eine verbindliche Zeitvereinbarung am Tag darüber, in welchem Zeitraum die Kinder in den geöffneten Spiel- und Lernräumen welche Pädagog*innen antreffen.

Gut ist, wenn dies über längere Zeiträume hinweg täglich so bleibt und die Transparenz über das „wer, wo, was, wann“ gegeben ist.

Positiv für die Kinder ist darüberhinaus eine Person, die auf dem Flur oder im Eingangsbereich als Ansprechpartnerin und Helferin für die Kinder präsent ist.

Es hilft, wenn es in allen Räumen gleiche Grundregeln gibt,
z. B. dass bis zur Augenhöhe der Kinder die Regale geöffnet und diese mit wenig Dingen übersichtlich bestückt sind.

Die Regel heißt dann: Wo die Dinge offen liegen, kannst du sie auch benutzen!

Außerdem ist uns wichtig,
dass es in allen Räumen interessant ist für Kinder - es aber keine Sinnesüberflutung gibt.

Ordnung und Ästhetik sind auffallende Werte in ILKE®-geprägten Kitas,
denn wir wollen den Menschen zeigen:

Du bist uns wichtig – und wir möchten, dass du dich wohlfühlst!

Der Gang in den Wald oder in ein Museum gilt als ein interessanter Besuch zu einem besonderen Lernort

Macht man diesen Lernort „draußen“ einigen Kindern zugänglich, dann ist es möglich, im Gegenzug einen anderen Spiel- und Lernort in der Kita zeitgleich zu schließen.

Ebenso ist zu verfahren, wenn an einem Tag wöchentlich sich eine Gruppe zur Schulvorbereitung in einem Ort der Kita trifft oder ein Gruppentag stattfindet.

Es ist kein Problem, wenn die Fachkraft, die die Kinder hier unterstützt, mit einem roten Punkt an der Tür zeigt: vorübergehend ist der Raum zu voll und daher geschlossen.

Gleichzeitig ist zu überlegen, ob das Außengelände und die anderen Spiel- und Lern-Werkstätten interessant genug eingerichtet sind, oder gut genug begleitet werden.

In vielen Kitas leben heute die Kinder in der Kita-Gemeinschaft und nicht mehr in einer Kita-Gruppe.

Hier wird jedes Kind bereits bei Eintritt in die Kita mit einem Geburtstagstisch und Geburtstagsstuhl begrüßt.

In der Regel hat die Bezugserzieherin ein paar Tage vorher mit dem Kind besprochen, mit welchen Kindern der Kita es zu seinem Geburtstag in der Kita feiern will.

Aber es gibt natürlich auch Mischformen, d.h. das Kind erlebt sowohl in der Kita als auch in seiner Gruppe im Morgenkreis sein Glückwunsch-Ritual.

Das Außengelände ist der wichtigste Spiel- und Lernort, hier können viele Kinder mit wenig Pädagog*innen sinnvoll spielen und lernen.

Im Übrigen bietet eine Kita mit interessanten Spiel- und Lernorten auch in einem vorübergehend unterbesetzten Team den Kindern mehr sinnvollen Spielraum.

Pädagog*innen sind engagiert in ILKE®-geprägten Kitas tätig. Sie haben die Kinder im Raum im Blick und zeigen durch ihre präsente Körperhaltung den Kindern:

Du bist wichtig – ich sehe und unterstütze dich!

Weiterhin beobachten sie einzelne Kinder und deren Verhalten im Spielverlauf.

Die begleitende pädagogische Fachkraft bewegt die Kinder durch Fragen zum Sprechen und Nachdenken. Ebenso unterstützt sie Kinder bei Konfliktlösungen oder sie schafft neues Material heran.

Es geht ihr darum, allen Kindern im Raum Geborgenheit zu vermitteln und neue Spiel- und Lernanreize zu schaffen.

Möglicherweise entsteht ein Anlass für eine kleine Lerngeschichte.

Vor allem ist wichtig, sich als pädagogische Fachkraft beim Tun und in Beziehungsgestaltungen zu reflektieren, sich im „Motivations-Modus“ zu halten.

Kinder entwickeln sich in Kitas deren Öffnungsprozess auf der Basis von ILKE® entwickelt wurde, selbstbestimmt, selbständig und selbstbewusst.

Sie intensivieren ihre sozialen Fähigkeiten und erleben ein breites Spiel- und Lernfeld.

Sie fühlen sich ruhig und entspannt, weil sie nicht in zu kleinen Räumen mit zu vielen Kindern ausharren müssen, sondern sie dort spielen, wo und mit wem sie zusammen sein wollen.

In der Regel entwickeln sich Kinder in ILKE®-geprägten Kitas lernfreudig und einfallsreich.

Da alle Pädagog*innen sich allen Kindern widmen und alle Räume allen Kindern zugänglich sind, sprechen wir von einer optimalen Ressourcen-Nutzung.
Gleichzeitig verteilt sich die Verantwortung auf alle Schultern, das entlastet.

Der notwendige Kooperations-Prozess im Team führt in der Regel zu einer positiven Teamentwicklung was die pädagogischen Fachkräfte als harmonisch und stärkend empfinden.

Nach dem Motto: Stress war gestern, Energie ist heute.

Die Eltern erleben mit der Zeit die gesamte Kita als Bildungs-Landschaft mit gut ausgebauten Bildungsbereichen und Lernanreizen.

Sie freuen sich, wenn ihr Kind in einer so inspirativen Kita spielen und lernen darf und es die vielfältigen Möglichkeiten nutzen kann.

Sie erleben ihr Kind selbständig und selbstbewusst und wissen, dass die Bedürfnisse und Stärken ihres Kindes von allen Pädagog*innen gesehen werden.

Besonders schätzen die Eltern den konstruktiven Geist in einer ILKE® geprägten Kita.

Natürlich!

Je selbstverständlicher die Pädagog*innen gemeinsam alle Kinder begleiten, um so sicherer fühlen sich auch die Kleinen in der Kita.

Wichtig ist, dass alle Menschen wertschätzend miteinander umgehen und eine gelassene Atmosphäre in einer Kita oder in einer Krippe herrscht.

Dennoch macht es Sinn, dass die Kleinen zunächst in einer Kleingruppe starten und sich eingewöhnen.

In der Regel integrieren sich die Zweijährigen aufgrund ihrer Verschiedenheit im unterschiedlichen Tempo in das Gesamtsystem der Kita.

Die meisten!

Wobei es besonders ausschlaggebend ist, wie die Leitungskraft es versteht, ihr Team zu führen.

Die Qualität einer ILKE® geprägten Kita hängt davon ab, ob sich ein Team positiv gestimmt auf den Wandlungsweg macht und die Mehrzahl der Mitarbeiter*innen das ILKE®-Konzept verstanden hat.

Wer die Öffnung ablehnt, wird das Prinzip ILKE® auch nicht positiv umsetzen können.

Auf dieser website oder auch unter

www.elisabeth-hollmann.de

Unter beiden Adressen finden Sie das Jahresprogramm des Instituts ILKE®.

In allen unseren Seminaren erleben Sie über alle Sinne, was ILKE® bedeutet und auszeichnet.

Gern gesehen sind Sie immer nach Anmeldung in den ILKE®-Co-Praxisorten, wo Sie die Wirkungen des Prinzips ILKE® in der Praxis erkunden können.


nach oben